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Diana Abzieher ist verantwortlich für den Leiterförderungskurs «Zusammen auf Kurs» der Zürcher Landeskirche. Sie plädiert dafür, dass Kirchgemeinden junge Menschen in eine formelle Leiterschulung schicken und sie dann gleichberechtigt mitarbeiten lassen. Und ja, das Engagement für die Jugend sei nötig.

Daniel Frischknecht ist ausgebildeter Coach und arbeitet als Mitarbeiterentwickler der Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil. Er sagt: Für eine Kirchgemeinde ist es nicht nur nett, wenn sie jemanden hat, der sich um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchgemeinde kümmert, nein, es ist Pflicht.

«Was im Camp passiert, ist mehr als was sonst in einem ganzen Jahr Jugendarbeit geht.» Jugendarbeiter Enrico Pezzoni ist begeistert vom Refresh-Camp der reformierten St. Galler Kirche. Das Grosscamp mit 300 Personen hat mehrere Vorteile: Es spricht Teenager an, die nicht viel mit Gott am Hut hatten; viele von ihnen lassen sich für den anschliessenden Jugendglaubenskurs gewinnen; auch Kirchgemeinden ohne grosse Ressourcen können sich anschliessen, und das Projekt bringt Kirchgemeinden zusammen.

Sie ist angestellt für die Weiterbildung von Deutschschweizer Pfarrerinnen und Pfarrer und beschäftigt sich speziell mit innovativen Projekten. Am besten sei man eine eierlegende Wollmilchsau, sagt sie, aber auch Menschen mit anderen Fähigkeiten macht sie Hoffnung. Innovation habe viel mit Haltung zu tun. «Und eine Haltung kann man kennenlernen und einüben.»

Pfarrer und Internet-Unternehmer Werner Näf weiss zu provozieren: «Lasst die Strukturen einfach, wie sie sind», rät er den Kantonalkirchen, die sich zurzeit in Strukturprogrammen zu übertreffen suchen. Quer zu allem Verfassten zusammenarbeiten anstatt an Strukturen herumschrauben, so arbeitet der Pfarrer aus der Schaffhauser Provinz, der als Geschäftsführer von kirchenweb.ch tiefe Einblicke in viele unterschiedliche Kirchgemeinden und Kantonalkirchen gewonnen hat.

Ende Oktober hat Landeskirchen-Forums zu einer Tagung eingeladen unter dem Titel «Erneuerung im Wandel: Gewohntes loslassen – Neues wagen». Erwin Weibel  plädierte in seinem Referat dafür, mit dem «Camping-Gott» mitzugehen und Veränderungen mit Mut, Kraft und Friedfertigkeit anzugehen.
 

In der Kirche Bern-Jura-Solothurn ist Franziska Huber für «Kirche in Bewegung» verantwortlich. Für kirchliche Projekte hat sie ein dreistufiges Modell entwickelt: ausprobieren, strukturieren und implementieren. Wer diese Fragen sauber klären kann, bereitet sich gut auf die kommenden Auseinandersetzungen rund um die Ressourcenverteilung vor.
 

Es braucht Nerven, mit 58 Jahren einen sicheren Posten aufzugeben und etwas ganz Neues, Unsicheres zu beginnen. Bernhard Jungen hat seine Pfarrstelle gekündigt und die Unfassbar gegründet. Er hat damit etwas gemacht, was er auch Kirchgemeinden empfiehlt: die Angst um die Zukunft loslassen und sich von der Angst vor dem Scheitern nicht zurückhalten lassen.