Zürcher Kirchenratswahl ohne Überraschung

Die Zürcher Kirchensynode hat Pfr. Michel Müller am 1. Oktober im Amt bestätigt. Er erhielt 67 von 116 Stimmen. Die beiden Gegenkandidaten Gina Schibler und Marcus Maitland waren nicht von einer Synodal-Fraktion oder einem starken Komitee vorgeschlagen. Die zwei grössten Fraktionen hatten sich geweigert, sie anzuhören.

Die Präsidentin des Synodalvereins Eva Ebel schlug Michel Müller vor. Der Weinländer Synodale Adrian Honegger (Liberale Fraktion) warb für Schibler und Maitland mit dem Hinweis auf Müllers Amtsführung. Zahlreiche Vorlagen seien unter Zeitdruck durchgepaukt worden, sagte Honegger. In einem «Klima von Druck und Angst» habe sich die Diskussionskultur verschlechtert.

Angesichts der geschlossenen Unterstützung durch die Spitzen der beiden grössten Fraktionen fiel das Ergebnis für Michel Müller enttäuschend aus: 67 Synodale gaben ihm die Stimme; 19 schrieben Marcus Maitland auf den Zettel, neun Gina Schibler und 21 (!) andere Personen.

Es folgte die Wahl der sechs übrigen Kirchenräte. Von 117 gültigen Stimmen erhielt Andrea Bianca 103, Margrit Hugentobler (neu) 96, Bernhard Egg 94, Daniel Reuter 91, Esther Straub 87 und Katharina Kull 77 Stimmen.

Zuvor hatte sich die Kirchensynode, zu einem Drittel erneuert, für die Amtsperiode 2019-2023 konstituiert.

Quelle: EKVZ

Bild: Andrea Bianca, Esther Straub, Daniel Reuter, Michel Müller, Katharina Kull, Bernhard Egg und Margrit Hugentobler nach der Wahl.