Zürcher Bibel mit Apokryphen

Am 20. Januar fand im Kulturhaus Helferei die Vernissage der erweiterten Ausgabe der Zürcher Bibel mit den deuterokanonischen Schriften statt. Die Vernissage folgte auf einen ökumenischen Festgottesdienst im Grossmünster, in dem des Beginns von Zwinglis Wirken in Zürich an Neujahr 1519 gedacht wurde.

Kirchenratspräsident Michel Müller wies im Gottesdienst darauf hin, dass man «in einer Art reformatorisch-humanistischem Übereifer» auf reformierter Seite diejenigen Bücher des Alten Testaments aus der Bibel geworfen hätte, die im Original nicht hebräisch geschrieben waren. Mit der neuen Zürcher Bibel liege ab jetzt eine fast vollständig ökumenische Ausgabe vor.

Im Gottesdienst unter dem Titel «Gottes Wort – Licht auf unserem Weg» hielten Müller und Generalvikar Josef Annen laut Medienmitteilung der Landeskirche «anstelle einer klassischen Predigt einen gehalt- und humorvollen Dialog über die Bedeutung der Bibel vor, während und nach der Reformation und bis heute. Quasi als Stichwortgeberin kam die Bibel dabei sogar selber zu Wort.»

Der Theologische Verlag Zürich gibt die Zürcher Bibel von 2007 neu mit den Apokryphen heraus, als Traubibel «besonders geeignet für ökumenische Trauungen». Für die Leser der Zürcher Bibel sind die deuterokanonischen Bücher mit Einleitungen als 300-seitiges Paperback auch separat erhältlich.

Quelle: Zürcher Landeskirche, Bild Gion Pfander