Gebet für Politiker auf Bundesebene

Wie kann für Politiker konkret gebetet werden? Hélène Cuenod macht es vor. Die in Wien lebende Unternehmensberaterin hat im Blick auf die österreichischen Nationalratswahlen, die nach dem Auseinanderbrechen der Koalitionsregierung im Mai am 29. September stattfinden, eine Website initiiert.

Die im Frühsommer für Österreich lancierte Gebetsplattform www.prayforaustria.at wird überkonfessionell und überparteilich getragen. Man kann sich online zum Gebet für eine(n) der 274 österreichischen Politiker auf Bundesebene anmelden. Bereits haben sich über 1'100 Beterinnen und Beter registriert. Die Website nennt 13 Formen des Gebets.

Die Schweizerische Evangelische Allianz hat die Idee aufgenommen und die Gebetsinitiative www.prayforswitzerland.ch lanciert. Im Blick auf die Wahlen vom 20. Oktober werden Christinnen und Christen aufgerufen, einen Kanton und einen Bundesrat auszuwählen, für die sie beten möchten. Der Generalsekretär der SEA, Matthias Spiess, sagt: «Christinnen und Christen nehmen ihre Verantwortung wahr, gehen an die Urne und beten.»

Die Auslandschweizerin Cuenod betont den christlichen Auftrag, für Verantwortliche in der Politik zu beten. Im Newsletter der Österreichischen Evangelischen Allianz erwähnt die engagierte Katholikin, zusätzlich zu den Fürbitten in den Gottesdiensten könne mehr gebetet werden: «Ich persönlich glaube sehr stark an die Kraft des Gebetes und daran, dass in Österreich noch so viel Positives möglich ist.»

Quelle: Österreichische Evangelische Allianz    Schweizerische Evangelische Allianz
Bild: Wiener Hofburg, pixabay/andreasn