Christian Bieri als Aargauer Kirchenrat gewählt

Am 18. November hat die Aargauer Kirchensynode Pfr. Christian Bieri aus Unterentfelden in den Kirchenrat gewählt.

Für den Sitz kandidierten zwei Pfarrerinnen und drei Pfarrer. Christian Bieri-Feusier, 43, erhielt jedoch schon im ersten Wahlgang 65 von 121 Stimmen.

Seit 2012 Pfarrer in der Kirchgemeinde Unterentfelden, ist er seit 15 Jahren Vorstandsmitglied der Schweizerischen Evangelischen Pfarrgemeinschaft, die er bis Ende 2020 auch präsidiert. Der Ausbildungspfarrer, der seit 2015 vier Vikarinnen und Vikare begleitet hat, gehört der Synode als Mitglied der Evangelischen Fraktion seit jenem Jahr an.

Das umstrittene Haupttraktandum der Synode, die geplanten Änderungen der Regeln bei Gottesdiensten und Taufen, wurde wegen der corona-bedingten Verkürzung der Sitzung auf die nächste Versammlung verschoben.

Bei der Beratung von Budget und Finanzplan skizzierte Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg eine Kirche der Zukunft, mit neuen Formen von Kirchgemeinden, aber auch von Mitgliedschaft, eine Kirche, die noch mehr auf die Menschen zugehe, auch im virtuellen Raum, und nicht nur in schön renovierten Kirchgemeindehäusern. Der Kirchenrat will diese Ziele mit dem Prozess «Kirche 2026» erreichen, der im nächsten Frühjahr starten soll.

Künftig können Aargauer Synodale ihr Amt behalten, wenn sie innerhalb des Kantons umziehen. Diese Änderung der Kirchenordnung, angeregt vom Synodalen Henry Sturcke, wurde mit knappem Mehr genehmigt, nachdem Roland Frauchiger eingewandt hatte, Synodale seien Abgeordnete ihrer Kirchgemeinden.

Die freie Wahl der Kirchgemeinde, unabhängig vom Wohnort im Kanton, wird in der Aargauer Kirche seit langem diskutiert. Laut Kirchenrat Beat Maurer hängt sie an einer Erneuerung der Software des Aargauer Steueramts.

Bild: Synodepräsident Lucien Baumgaertner (rechts) gratuliert dem neugewählten Kirchenrat Christian Bieri.

Quelle: Informationsdienst der Aargauer Kirche/F. Worbs.

Bild: W. Rolli