• Berichte

    Wie gehören Altes und Neues Testament zusammen? Der Zürcher Reformator Heinrich Bullinger fand darauf eine Antwort, die für die Reformierten wegweisend wurde. In einem Vortrag in Bern kam das Schriftverständnis des Gründer-Theologen zur Sprache.

    Können kleine Gemeinden ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen? Ein in Neuseeland erprobtes Modell, bei dem Gemeindeteams Pfarrdienste übernehmen, wurde an einer Tagung in Winterthur vorgestellt und diskutiert.

    Die Orte der Eidgenossenschaft, die die Impulse Zwinglis aufnahmen, reformierten sich eigenständig. Die Unterschiede kommen im neuen Standardwerk «Die schweizerische Reformation» in gesonderten Artikeln zum Ausdruck. Das Handbuch macht deutlich, wie der religiöse Umbruch die Eidgenossenschaft transformierte.

    Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK wandelt sich zur Kirchengemeinschaft. In der ersten Lesung des Verfassungsentwurfs Anfang November in Bern wurde der neue Name gebilligt. Als Boden, auf dem die Reformierten stehen, werden sowohl die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse wie die Bekenntnisschriften der Reformation genannt.

    Kirchgemeinden bieten die Chance erfüllender Gemeinschaft. Um sie zu verwirklichen, ist geistlich inspiriertes Leiten erforderlich. Die Tagung des LKF am 28. Oktober 2017 in Bern mit Claudia Bandixen und dem deutschen Gemeindeforscher Martin Reppenhagen setzte dafür Wegweiser. Er rief die Pfarrer auf, sich als Mitarbeitende zu verstehen und die Gemeindeglieder zu fördern und zu begleiten.

    Hals über Kopf, so scheint es, lösen wir unsere Kultur von ihren Fundamenten. Bücher zu den christlichen Grundlagen Europas, zu den Irrungen der Kirche und dem reformatorischen Erbe lohnen die Lektüre. Sie führen vor Augen, was war.

    In seiner Heimat mied Jesus Städte. Doch innert weniger Jahre wurde die Bewegung seiner Nachfolger eine Stadtbewegung, die sich in den Zentren des Römischen Reichs einnistete. Benjamin Schliesser skizzierte den Pfad in seiner Antrittsvorlesung an der Universität Bern.

    Der Reichtum und die Eigenart der Schweizer Reformationen treten im Jubiläum ins Licht. Zugleich schmerzt die aktuelle Krise der Kirche. Neue Bücher schärfen den Blick, eine Zeitreise in die Welt von 1517 und die Spurensuche bei Niklaus von Flüe weiten ihn. 

    «Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet.» Unter diesem Titel wollen die Berner Reformierten Kirche gestalten. Die Vision mit sieben Leitsätzen wurde am 10. September mit einem facettenreichen Fest in Bern gefeiert. Auf neun Gottesdienste und ein Risottoessen folgte eine Feier auf dem Bundesplatz. Vertreter der Kirche riefen dazu auf, die Vision mutig umzusetzen.

    Die bekennenden Protestanten in der Romandie starten eine Fachhochschule, um gesellschaftsrelevante und biblisch orientierte theologische Ausbildung anzubieten. Am 10. September wurde die Haute Ecole de Théologie HET in Saint-Légier oberhalb Vevey feierlich eröffnet. Im ersten Jahr zählt sie 80 Studierende.

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